Seelenruf

Ich weiß nicht, wo der Tag dich hinführt.

Ich weiß nicht, was die Nacht dir bringt.

Alles was wir je hätten sein können verschwimmt vor unseren Augen, weil wir die Realität für echt und einzig richtig zu wissen glaubten.

Alles was wir je hatten, es war ein Rausch. Einer, der die Wirklichkeit hätte sein können, doch wir haben sie vertuscht. Dieser Rausch bestätigt alles, alles was wir sind und je sein werden. Es hätte diesen nie gegeben, wäre da ein Nichts. Und es wären keine Reaktionen auf passierte Wahrhaftigkeiten erfolgt, einfach so. Es hätte sie nie gegeben.

Man geht nicht um wieder zurückzukommen, es sei denn man muss. Wegen diesem unsichtbaren starken Bann, der einen zu verschlingen droht. Weil da sonst ein Loch wäre. Ein tiefer schwarzer Sog und pure Leere. So fühlt es sich übrigens an wenn man leidet. Oder sich sehnt. Und das Sehnen, es war das Wir. Das Zurückschrecken die Reaktion auf Vernunft. Die Schwester von Angst. Und Angst kennt keine Grenzen, nur Tränen. Die rinnen wie Salzbäche gegossen aus purem Leid. Aus zerrissenen Gedanken und einsamen Klängen unserer Seelen. Man kehrt nicht mehrmals zurück um nur kurz zu bleiben. Man fühlt. Und dieses Phänomen lässt uns leben und handeln. Kreisen, irren. Suchen und finden. Macht graue Schleier zu bunten Tüchern, lange Tage zu kurzen Nächten. Und vor allem zwei einzelne sich zurufende Seelen zu einem großen Ganzen.

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